SharePoint-Migration zu SharePoint Online
Der Support für SharePoint Server 2019 ist am 14. Juli 2026 ausgelaufen. Wir bringen Inhalte und Berechtigungen in die Cloud – und geben vorher jeder alten Anpassung ein Urteil: ablösen, erhalten oder ersatzlos streichen.
Die Inhalte ziehen um, die Anpassungen nicht
Dateien zu kopieren ist der einfache Teil; dafür gibt es Werkzeuge. Schwierig wird eine Migration durch alles, was in zwölf Jahren um die Ablage herum gewachsen ist: die Ansicht, die überfällige Zeilen einfärbt. Das Formular, das die Pauschale ausrechnet. Der Workflow, der montags den Schichtplan verschickt. Das sind kleine Anwendungen – nur hat sie nie jemand als solche behandelt.
Sie stecken in Techniken, die es in SharePoint Online nicht mehr gibt: JSLink, Sandbox- und Farm-Solutions, InfoPath, Designer-Workflows. Die eigentliche Schwierigkeit ist aber nicht der Ersatz, sondern die Frage davor. Welche dieser Fundstellen benutzt überhaupt noch jemand? Wer sie gebaut hat, ist meist nicht mehr im Haus, dokumentiert ist selten etwas, und auf Nachfrage kommt aus jeder Abteilung dieselbe Antwort: unverzichtbar.
Aus dieser Unsicherheit entstehen die beiden teuren Fehler – alles mitnehmen zu wollen, was an der Technik scheitert, oder alles nachzubauen, was ein Vielfaches kostet und überwiegend Dinge betrifft, die niemand mehr öffnet. Deshalb beginnt das Projekt mit einer Zählung und nicht mit einer Kopie. Erst wenn jede Fundstelle ein Urteil hat, lässt sich sagen, ob der Umzug ein Quartal oder ein Jahr dauert.
Was bei einer Migration wirklich Arbeit macht
Die Dateien sind selten das Problem. Diese sechs Bereiche entscheiden darüber, wie groß das Projekt wird – in dieser Reihenfolge gehen wir sie an.
Dateiablagen und Teamwebsites
Der häufigste Einstieg und der unspektakulärste Teil: Bibliotheken, Metadaten und Versionen ziehen um, die Berechtigungen werden dabei neu geordnet.
InfoPath-Formulare
Einfache Erfassung wird zur Power App, komplizierte Formulare werden ein eigenes Projekt – und ein Teil fällt ersatzlos weg.
Designer-Workflows
Freigaben, Erinnerungen, Statuswechsel. In Power Automate entsteht neu, was gebraucht wird – nicht jeder Schritt aus dem alten Diagramm.
JSLink und Anzeigelogik
Eingefärbte Ansichten, Ampeln, ausgeblendete Spalten. Vieles davon lässt sich heute mit Spaltenformatierung abbilden, ganz ohne Code.
Sandbox- und Farm-Solutions
Alles, was einmal auf dem Server installiert wurde. Was bleibt, entsteht als SPFx-Webpart neu; der Rest verschwindet mit dem Server.
Seitenstruktur und Navigation
Gewachsene Unterwebsites werden eigenständige Websites mit Hub-Verbindung. Diese Entscheidung fällt vor der Migration.
Ein Auszug aus dem Alt-Inventar
Jede Fundstelle bekommt ein Urteil: erhalten, ablösen oder ersatzlos streichen. Erst die Zählung der drei Gruppen zeigt, wie groß der Umzug tatsächlich ist.
- 11 erhalten Zieht unverändert um, nur Standardfunktionen im Spiel.
- 7 ablösen Wird nachgebaut – die einzige Gruppe, die Entwicklung kostet.
- 23 streichen Kein Aufruf im letzten Jahr, kein Prozess mehr dahinter.
| Fundstelle | Technik | Nutzung | Urteil und Ersatz |
|---|---|---|---|
| Ansicht „Anlagenverzeichnis“Website Technik | JSLink | täglich geöffnet | ablösenSpaltenformatierung, kein Code |
| Formular „Urlaubsantrag“Personal | InfoPath | wöchentlich genutzt | ablösenPower Apps und Power Automate |
| Workflow „Rechnungsfreigabe“Buchhaltung | Designer 2013 | läuft täglich | ablösenPower Automate, zwei Stufen |
| Webpart „Kennzahlen Vertrieb“Vertrieb | Sandbox-Lösung | letzter Aufruf 11/2022 | streichenBericht kommt aus Power BI |
| Workflow „Besucheranmeldung“Empfang | Designer 2010 | letzter Lauf 2019 | streichenProzess entfällt |
| Bibliothek „Verträge“Recht | Standard | täglich in Gebrauch | erhaltenzieht mit Versionen um |
Entscheidend ist nicht die Summe, sondern die mittlere Gruppe: Nur was abgelöst wird, kostet Entwicklung.
Beispielhafte Analyse, sechs von 41 Fundstellen – bewusst die strittigen. Wie groß die Gruppe „ablösen“ bei Ihnen ausfällt, zeigt erst Ihr eigenes Inventar.
Vom Inventar zur ersten produktiven Stufe
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Inventar erheben
Wir lesen den Bestand maschinell aus: JSLink-Verweise, installierte Lösungen, InfoPath-Formulare, Designer-Workflows, Masterpages – dazu die Zugriffszahlen aus den Nutzungsprotokollen.
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Triage mit den Fachbereichen
Jede Fundstelle bekommt ein Urteil. Das entscheidet nicht die IT allein, sondern die Abteilung, die damit arbeitet – anhand der Nutzungsbelege.
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Zielstruktur festlegen
Websitesammlungen statt verschachtelter Unterwebsites, Hubs für die Navigation, Berechtigungen über Gruppen aus Entra ID. Vor dem ersten kopierten Byte.
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Stufenweise migrieren
Abteilung für Abteilung, mit Vorlauf und Delta-Abgleich am Umschalttag. Das Altsystem bleibt danach eine vereinbarte Zeit lang lesend erreichbar.
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Ablösung bauen und abnehmen
Die Gruppe „ablösen“ entsteht neu als SPFx-Webpart, Fluss oder Power App. Produktiv geht sie erst nach Abnahme durch den Fachbereich.
Was sich nach dem Umzug ändert
Heute
- Der Server läuft weiter, aber ohne Sicherheitsupdates
- Niemand weiß, welche Anpassungen noch benutzt werden
- Formulare und Workflows hängen an einzelnen Personen
- Berechtigungen sind auf Elementebene gewachsen
- Jede Änderung braucht ein Wartungsfenster
Nach der Migration
- Die Inhalte liegen in SharePoint Online, laufend aktualisiert
- Jede Fundstelle hat ein Urteil und eine Begründung
- Formulare laufen in Power Apps, Freigaben in Power Automate
- Berechtigungen hängen an Gruppen statt an Elementen
- Ansichten und Spalten ändert der Fachbereich selbst
Wann Sie diese Migration nicht buchen sollten
Der Umzug in die Cloud ist nicht für jedes Haus der richtige Weg. Diese vier Punkte klären wir vor dem Angebot:
- Wenn Sie auf dem eigenen Server bleiben müssen, ist das hier das falsche Produkt. Wer aus aufsichtsrechtlichen oder vertraglichen Gründen on-premises bleibt, braucht kein SharePoint Online, sondern ein Upgrade auf die SharePoint Server Subscription Edition – ein anderes Projekt mit anderen Werkzeugen.
- Ein Abbild des Alten gibt es nicht. Masterpages, eigenes Branding und JSLink-Ansichten kommen nicht zurück; modernes SharePoint sieht anders aus. Wer Schulung und Kommunikation als Nebensache behandelt, bekommt eine technisch gelungene Migration, die im Haus als Rückschritt gilt.
- Manche Ablösung kostet danach dauerhaft Geld. Ein InfoPath-Formular, das an eine Datenbank oder an Ihr ERP angebunden war, braucht als Power App meist Premium-Konnektoren und damit Lizenzen pro Person und Monat. Wir rechnen das vorher durch, ändern können wir es nicht.
- Das Tempo bestimmen Datenmenge und Abnahmen, nicht das Werkzeug. Große Bibliotheken mit langer Versionshistorie brauchen Zeit, und Microsoft drosselt Übertragungen unabhängig vom Werkzeug. Hat der Fachbereich keine Kapazität zu prüfen, verschieben wir die nächste Stufe, statt sie ungeprüft freizugeben.
Quell- und Zielumgebung
Leistungsumfang und Preis
Der Einstiegspreis deckt die Analyse mit Triage und die erste Migrationsstufe ab. Den Rest kalkulieren wir erst, wenn wir wissen, was abzulösen ist.
- Maschinelles Inventar aller Anpassungen, Formulare und Workflows
- Nutzungsbelege je Fundstelle aus den Zugriffsprotokollen
- Triage mit Urteil je Fundstelle, abgestimmt mit den Fachbereichen
- Zielstruktur mit Websitesammlungen, Hubs und Gruppenberechtigungen
- Migration der ersten Abteilung mit Versionen und Berechtigungen
- Ablösung der wichtigsten Anpassung als SPFx-Webpart oder Fluss
- Migrationsfahrplan, Dokumentation und Festpreis für die Folgestufen
Was den Preis erhöht
- Zahl der Fundstellen in der Gruppe „ablösen“
- InfoPath-Formulare mit Code oder Anbindung an Fremdsysteme
- Datenmenge, Versionshistorie und Zahl der Websitesammlungen
- Berechtigungen auf Elementebene, die neu geordnet werden müssen
- Parallelbetrieb von Alt und Neu über mehrere Monate
Was die Folgestufen kosten, hängt an der Zahl der Fundstellen in der Gruppe „ablösen“. Den verbindlichen Festpreis dafür nennen wir nach der Analyse – vorher wäre er geraten.
Alle Preise zzgl. MwSt. · Lizenzen für Power Apps und Power Automate sind nicht enthalten
Was Sie erhalten
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Alt-Inventar mit Urteil
Jede Fundstelle mit Technik, Nutzungsbeleg und Entscheidung – die Grundlage jeder Planung
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Migrationsfahrplan in Stufen
Reihenfolge, Termine, Verantwortliche und Aufwände für die Budgetierung der Folgestufen
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Erste Stufe produktiv
Eine Abteilung vollständig in SharePoint Online, mit der wichtigsten abgelösten Anpassung
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Dokumentation, Quellcode und 60 Tage Support
Zielstruktur und Berechtigungslogik schriftlich, Quellcode aller neuen Bausteine
Häufige Fragen zur SharePoint-Migration
Diese Lösungen passen dazu
SharePoint Webparts mit SPFx
Das Werkzeug der Ablösung: eine einzelne Anpassung als cloudfähiges Webpart.
SharePoint Dokumenten-Workflows
Was aus Designer-Workflows wird: Freigaben und Versionen in Power Automate.
SharePoint Intranet-Suite
Wenn nach dem Umzug auch Startseite und Navigation neu entstehen.
SharePoint Copilot Apps
Der Schritt danach: Auskunft aus den frisch geordneten Inhalten.
Wie groß ist Ihr Altlasten-Berg wirklich?
Im kostenlosen Erstgespräch sehen wir uns an, was auf Ihrem Server läuft, und schätzen ein, wie viel davon überhaupt abgelöst werden muss. Danach wissen Sie, ob der Umzug ein Quartal oder ein Jahr ist.
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