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KI-gestützte Dokumentenverarbeitung

Rechnungen, Lieferscheine, Verträge: Was heute jemand abtippt, liest ein Modell aus – strukturiert, gegen Ihre Stammdaten geprüft und direkt im Zielsystem. Ihr Team sieht nur noch die Fälle, bei denen die Extraktion unsicher ist.

Einordnung

Ein geprüfter Datenpfad

Dokumentenverarbeitung wird gerne als Magie verkauft: PDF rein, Daten raus. In der Praxis ist es eine Kette aus drei Bausteinen – Texterkennung, Layout-Analyse und ein Sprachmodell, das erkannte Textstellen den richtigen Feldern zuordnet. Dieser Teil funktioniert heute zuverlässig.

Über Erfolg oder Frust entscheidet aber, was danach passiert. Ein extrahierter Betrag ist wertlos, solange niemand prüft, ob der Lieferant in den Stammdaten existiert, ob Netto plus Steuer wirklich den Bruttobetrag ergibt und ob es zur Rechnung überhaupt eine Bestellung gibt. Genau diese Validierung ist der Teil, den fertige Tools meistens offenlassen – und den wir bauen.

Deshalb liefern wir nie nur eine Extraktion, sondern immer den vollständigen Weg: vom Eingangskanal über die Prüfregeln und den Freigabe-Schritt bis zur sauberen Übergabe in Ihr Zielsystem.

Anwendungsfälle

Welche Dokumente sich lohnen

Wir starten immer mit genau einem Dokumenttyp – dem mit dem höchsten Volumen. Weitere kommen später dazu, wenn der erste stabil läuft.

Häufigster Einstieg

Eingangsrechnungen

Der häufigste Einstieg – und der mit dem klarsten Rechenwert, weil hier täglich abgetippt wird.

RechnungsnummerRechnungsdatumLieferant & USt-IdNr.Netto / Steuer / BruttoEinzelpositionenZahlungszielIBANBestellbezug

Lieferscheine & Auftragsbestätigungen

Interessant vor allem im Abgleich: Wurde geliefert, was bestellt wurde – und was berechnet wird?

LieferscheinnummerBestellbezugArtikelnummernMengenLieferdatum

Verträge

Weniger Tipparbeit, mehr Fristenkontrolle: Die Daten landen in einem Kalender statt in einem Ordner.

VertragspartnerLaufzeitKündigungsfristVerlängerungsklauselVertragswert

Formulare & Anträge

Papier- und PDF-Formulare, die heute in eine Maske übertragen werden – Urlaub, Schadensmeldung, Aufnahme.

FeldwerteAnkreuzfelderUnterschrift vorhandenAnlagen-Vollständigkeit

Bewerbungen & Zeugnisse

Strukturierte Ablage statt PDF-Halde – als Vorstufe für Ihr Bewerbermanagement.

KontaktdatenQualifikationenBerufsstationenAbschlüsseVerfügbarkeit

Versand- & Zollpapiere

Frachtbriefe, Packlisten, Ursprungszeugnisse – oft mit sehr eigenen Layouts je Spediteur.

SendungsnummerPositionenGewichteZolltarifnummernEmpfänger
Beispiel

Was am Ende im System ankommt

Schematisches Beispiel für eine Eingangsrechnung: links das Dokument, wie es hereinkommt, rechts die Felder, die Ihr Zielsystem erhält.

Extrahierte Felder
  • LieferantMuster Stahl GmbH
  • USt-IdNr.DE812345678
  • RechnungsnummerRE-2026-04871
  • Rechnungsdatum12.07.2026
  • Einzelpositionenprüfen2 Positionen
  • Netto4.820,00 €
  • Umsatzsteuer 19 %915,80 €
  • Bruttobetrag5.735,80 €
  • Zahlungsziel26.07.2026
  • BestellbezugBST-2026-1140

Fahren Sie über ein Feld: Die Markierung zeigt, an welcher Stelle des Belegs der Wert steht. Genau diese Nachvollziehbarkeit unterscheidet eine geprüfte Extraktion von einem geratenen Wert.

Zwei Positionen lagen unter der Konfidenzschwelle und wurden als Prüfaufgabe ausgesteuert – der Beleg wurde nicht automatisch gebucht.

Ablauf

So läuft die Verarbeitung

  • Eingang

    Das Dokument kommt an, wo es heute schon ankommt: Sammelpostfach, Scan-Ordner, SharePoint-Bibliothek oder Upload-Formular. Niemand muss sich umgewöhnen.

  • Klassifizierung

    Zuerst wird bestimmt, worum es sich handelt. Eine Rechnung wird anders behandelt als ein Lieferschein – und unbekannte Typen landen in der Prüfliste statt im Zielsystem.

  • Extraktion

    Die relevanten Felder werden ausgelesen. Jedes Feld bekommt einen Konfidenzwert: Wie sicher ist die Zuordnung? Das ist die Grundlage für alles Weitere.

  • Validierung & Freigabe

    Jetzt wird gerechnet und abgeglichen: Existiert der Lieferant? Ergibt Netto plus Steuer den Bruttobetrag? Gibt es eine passende Bestellung? Was durchfällt, wird zur Freigabe-Aufgabe.

  • Übergabe

    Erst am Ende wird geschrieben: Buchungssatz nach DATEV, Datensatz ins ERP, Datei revisionssicher abgelegt – mit Protokoll, wer was wann freigegeben hat.

Wirkung

Was sich im Alltag ändert

Heute

  • Rechnungen werden aus dem Sammelpostfach einzeln geöffnet und abgetippt
  • Zahlendreher fallen erst bei der Kontenabstimmung auf
  • Skonto verfällt, weil Rechnungen tagelang in der Freigabe liegen
  • Bei Rückfragen sucht jemand das Original im Mail-Verlauf
  • Der Monatsabschluss hängt an der Person, die den Stapel kennt

Mit Verarbeitungsstrecke

  • Dokumente werden automatisch erkannt, ausgelesen und vorkontiert
  • Rechenfehler und Dubletten fallen vor der Buchung auf, nicht danach
  • Freigaben laufen als Aufgabe mit Frist – Skontofristen bleiben sichtbar
  • Original, extrahierte Werte und Freigabe-Protokoll liegen zusammen
  • Der Prozess läuft auch, wenn die Kollegin im Urlaub ist
Grenzen

Wo die Grenzen liegen – ehrlich

Wir verkaufen keine Vollautomatisierung. Diese vier Punkte klären wir lieber vor dem Angebot als nach dem Go-Live:

  • Handschrift bleibt unzuverlässig. Gedruckte Dokumente werden sehr genau ausgelesen, handschriftliche Notizen und Unterschriftsfelder nicht. Wo Handschrift entscheidend ist, bleibt ein Mensch im Prozess.
  • Schlechte Vorlagen bleiben schlechte Daten. Ein schiefes Handyfoto einer geknickten Kopie ist auch für ein gutes Modell schwierig. Häufig ist der wirksamste Schritt, die Eingangsseite zu verbessern – etwa ein Lieferant, der künftig PDF statt Papier schickt.
  • Exotische Layouts brauchen Beispiele. Bei einem Lieferanten mit ungewöhnlichem Rechnungsaufbau und drei Belegen pro Jahr lohnt sich die Nachjustierung selten. Solche Fälle laufen bewusst weiter über die manuelle Erfassung.
  • 100 % Automatisierung ist kein realistisches Ziel – und kein sinnvolles. Realistisch ist: Der Großteil läuft durch, ein Rest wird zur Prüfaufgabe. Bei zahlungsrelevanten Dokumenten bleibt die Freigabe grundsätzlich beim Menschen.
Integrationen

Läuft mit Ihren bestehenden Systemen

DATEVSharePointMicrosoft 365n8nMicrosoft GraphERP-SystemeE-Mail
Leistungsumfang

Leistungsumfang und Preis

Der Einstiegspreis deckt eine vollständige Verarbeitungsstrecke für einen Dokumenttyp ab. Was den Preis nach oben bewegt, sagen wir vorher – nicht in der Schlussrechnung.

ab 2.490 € einmalig
  • Analysegespräch mit echten Beispieldokumenten aus Ihrem Alltag
  • Ein Dokumenttyp, ein Eingangskanal, ein Zielsystem
  • Klassifizierung und Extraktion inkl. Konfidenzschwellen
  • Validierungsregeln gegen Ihre Stamm- und Bestelldaten
  • Freigabe-Workflow für alle Zweifelsfälle
  • Revisionssichere Ablage mit Protokoll
  • Dokumentation, Einweisung und 30 Tage Support

Was den Preis erhöht

  • Weitere Dokumenttypen über den ersten hinaus
  • Mehrere Zielsysteme statt einem (z. B. DATEV und ERP)
  • Hohes Belegvolumen mit Anforderungen an Durchsatz und Ausfallsicherheit
  • Betrieb in Ihrer eigenen Infrastruktur statt in der Cloud
  • Sonderfälle wie Fremdsprachen, Mehrwährung oder abweichende Steuerlogik

Größere Szenarien mit mehreren Dokumenttypen und Zielsystemen liegen erfahrungsgemäß im Bereich unseres Pakets Workflow Enterprise ab 5.900 €. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach dem Analysegespräch.

Alle Preise zzgl. MwSt. · Betrieb und Weiterentwicklung optional per Abo-Paket

Im Lieferumfang

Was Sie erhalten

  • Produktive Verarbeitungsstrecke

    Vom Eingangskanal bis zum Zielsystem eingerichtet, mit echten Dokumenten getestet

  • Regelwerk und Schwellenwerte

    Dokumentiert, welche Prüfungen laufen und ab welcher Konfidenz ein Mensch übernimmt

  • Freigabe-Oberfläche für Ihr Team

    Zweifelsfälle erscheinen als Aufgabe mit Originaldokument daneben – kein Suchen im Postfach

  • Dokumentation & Einweisung

    Technische Doku, Ablaufbeschreibung und eine 60-minütige Schulung für die Fachabteilung

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zur Dokumentenverarbeitung

Bei sauberen, gedruckten Dokumenten eines bekannten Typs ist die Feldextraktion sehr zuverlässig. Genau deshalb arbeiten wir aber nicht mit einer pauschalen Prozentzahl, sondern mit Konfidenzwerten pro Feld: Was unter der vereinbarten Schwelle liegt, geht in die manuelle Prüfung. Die relevante Frage ist nicht „wie genau ist die KI“, sondern „wie viele Belege muss mein Team noch anfassen“ – und die beantworten wir im Analysegespräch anhand Ihrer echten Dokumente.
Drei Netze greifen nacheinander. Erstens die Konfidenzschwelle: unsichere Felder werden gar nicht erst durchgereicht. Zweitens die Rechen- und Stammdatenprüfung: Wenn Netto plus Steuer nicht dem Bruttobetrag entspricht oder der Lieferant unbekannt ist, stoppt der Vorgang. Drittens die Freigabe bei allem, was Geld bewegt. Ein falsch erkannter Betrag wird also nicht still gebucht, sondern zur Aufgabe.
Nur, wenn Sie das wollen. Wir setzen standardmäßig auf Verarbeitung innerhalb der EU und richten auf Wunsch einen vollständig selbstgehosteten Aufbau ein, bei dem kein Dokument Ihre Infrastruktur verlässt. Das kostet etwas mehr Einrichtungsaufwand und ist bei Personal- oder Mandantenunterlagen oft die richtige Entscheidung.
Nein. Die Modellauswahl ist eine Konfiguration, kein Fundament. Wir setzen bewusst so auf, dass sich das Sprachmodell austauschen lässt, ohne die Verarbeitungsstrecke neu zu bauen – dieselbe Haltung wie bei unseren MCP-Projekten.
Die Verarbeitung selbst macht Sie weder GoBD-konform noch verhindert sie es – entscheidend ist die Ablage. Wir legen deshalb das Originaldokument unverändert ab, protokollieren jeden Verarbeitungs- und Freigabeschritt nachvollziehbar und schreiben in Ihr bestehendes Archiv statt ein neues aufzumachen. Die abschließende Bewertung trifft Ihr Steuerberater.
Eine ganze Menge. Ab 2027 kommen deutlich mehr strukturierte Rechnungen als XRechnung oder ZUGFeRD herein – die müssen gar nicht mehr ausgelesen werden, weil die Daten bereits maschinenlesbar mitgeliefert werden. Der Papier- und PDF-Anteil verschwindet aber nicht über Nacht. Sinnvoll ist ein Eingang, der beides annimmt. Details dazu im Guide zur E-Rechnungspflicht 2027.

Bringen Sie fünf echte Belege mit

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre tatsächlichen Dokumente an – nicht Musterbelege. Danach wissen Sie, welcher Anteil realistisch automatisch durchläuft und ob sich das Projekt für Sie rechnet.

Kostenloses Erstgespräch
Praxisleitfaden

Wo KI-Dokumentenverarbeitung im Alltag wirklich wirkt

Rechnungen, Verträge und Formulare werden klassifiziert, relevante Felder werden extrahiert und mit einer nachvollziehbaren Prüfung an Fachsysteme übergeben.

Drei typische Einsatzfelder – konkret genug, um den eigenen Prozess dagegen zu halten.
01

Rechnungsdaten erfassen

Lieferant, Nummer, Datum und Beträge werden strukturiert ausgelesen und vor der Übergabe geprüft.

02

Verträge vorsortieren

Vertragsart, Parteien, Laufzeit und Fristen werden erkannt und für die fachliche Prüfung vorbereitet.

03

Formulare übernehmen

Angaben aus Formularen fließen ohne erneutes Abtippen in CRM, ERP oder eine Fallakte.

Ein guter Fit, wenn …

Wiederkehrende Anfragen lassen sich mit freigegebenem Wissen beantworten, während unsichere Fälle klar an Menschen übergeben werden.

  • Sie bearbeiten regelmäßig dokumente nach wiederkehrenden Regeln.
  • Eingang, Zielsystem und fachlich verantwortliche Rolle lassen sich eindeutig benennen.
  • Ausnahmen dürfen sichtbar bleiben und gezielt an Menschen gehen.
Transparente Potenzialrechnung

Zeitgewinn mit eigenen Annahmen einschätzen

Der Rechner nutzt 8 Minuten heute und 2 Minuten nach Automatisierung als veränderungsfeste Beispielannahme. Er ersetzt keine Prozessanalyse.

Orientierungswert auf Basis der sichtbaren Annahmen – keine Garantie.

45Stunden pro Monat
540Stunden pro Jahr
Nach dem Go-live messen wir zusätzlich Bearbeitungszeit Eskalationsquote Quellenabdeckung
Häufige Fragen

Was Entscheider vor dem Start wissen sollten

Wie läuft KI-Dokumentenverarbeitung in der Praxis ab?
Ein Dokument trifft per E-Mail, Upload oder Schnittstelle ein. Danach prüft der Workflow die benötigten Daten, führt die freigegebenen Schritte aus und übergibt Ausnahmen mit Kontext an die zuständige Person.
Welche Systeme lassen sich anbinden?
Typische Integrationen sind Microsoft 365, SharePoint, DATEV, ERP, n8n. Entscheidend ist nicht ein bestimmtes Tool, sondern eine stabile Schnittstelle und eine eindeutig definierte Datenverantwortung.
Welche Aufgaben bleiben bewusst beim Team?
Unleserliche Dokumente, widersprüchliche Werte und fachliche Entscheidungen gehen mit markierten Fundstellen an eine zuständige Person.
Wie wird die Automation eingeführt?
Wir starten mit einem eng begrenzten Wissens- und Aufgabenbereich, testen reale Beispiele und erweitern erst nach dokumentierter Freigabe. Für einen klar begrenzten ersten Prozess sind typischerweise 3–6 Wochen realistisch; Umfang, Schnittstellen und Freigaben bestimmen den tatsächlichen Projektplan.
Wie lässt sich der Nutzen messen?
Vor dem Start erfassen wir Volumen und heutige Bearbeitungszeit. Nach dem Go-live vergleichen wir zusätzlich Bearbeitungszeit, Eskalationsquote, Quellenabdeckung. Der Rechner auf dieser Seite liefert nur einen transparenten Orientierungswert.
Inhaltlich überarbeitet am 26. Juli 2026 Über Lyron AI