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Angebotserstellung und Freigabe automatisieren

Aus dem Vorgang im CRM entsteht ein gerechnetes Angebot: Positionen aus dem Baukasten, Preise aus der gültigen Liste, Nachlässe nur bis zur hinterlegten Untergrenze. Was darüber liegt, verschwindet nicht in einem Mail-Verlauf, sondern geht mit der Kalkulation daneben in die Freigabe.

Einordnung

Der Engpass ist nicht das Dokument, sondern der Preis

Angebote entstehen fast überall gleich: Jemand öffnet das letzte ähnliche Angebot, überschreibt den Kundennamen, tauscht zwei Positionen und passt den Preis an. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern der schnellste verfügbare Weg – weil die Bestandteile eines Angebots an vier Orten liegen: die Preise im Warenwirtschaftssystem, die Sonderkonditionen in einer Tabelle, die Formulierungen im Kopf einer Kollegin und die letzte Rabattzusage in einem Mail-Verlauf, den niemand mehr findet.

Das Dokument zu erzeugen ist dabei der einfache Teil. Schwierig ist die Frage, ob der Preis noch trägt. Ein Angebot besteht selten aus einer Sorte Leistung, sondern aus Material, Arbeitszeit, Fremdleistung und Pauschalen – und jede Sorte hat eine andere Marge. Sieben Prozent Nachlass auf ein Angebot mit hohem Materialanteil kosten spürbar mehr Deckungsbeitrag als sieben Prozent auf reine Montagestunden. Diese Rechnung macht im Kundengespräch niemand nebenbei, und hinterher macht sie erst recht niemand mehr.

Wir bauen deshalb nicht die Dokumentenerzeugung allein, sondern die Kalkulation darunter: Positionen mit hinterlegtem Kostensatz, eine Untergrenze je Kundengruppe und eine Freigabe, die den Nachlass zusammen mit seiner Wirkung zeigt. Der eigentliche Gewinn ist nicht das schnellere Angebot, sondern dass Sie am Jahresende sagen können, welche Aufträge sich gelohnt haben.

Anwendungsfälle

Welche Angebote sich lohnen

Wir starten mit dem Angebotstyp, der am häufigsten vorkommt und die klarste Kalkulation hat. Weitere Typen teilen sich später denselben Baukasten und dieselbe Freigabelogik.

Häufigster Einstieg

Standardangebote aus dem Baukasten

Der häufigste Einstieg: wiederkehrende Leistungen mit fester Kalkulation, bei denen nur Menge, Kunde und Termin wechseln.

PositionsbaukastenPreislisteTextbausteinePDF

Angebote mit Material und Montage

Materialpreise aus dem Lieferantenkatalog, Montagestunden nach Kostensatz – hier entscheidet die Mischung, was ein Nachlass kostet.

MateriallisteStundensätzeAnfahrtMischkalkulation

Wartungs- und Serviceverträge

Preisanpassung, Laufzeitstaffeln und Verlängerungsangebote entstehen aus dem Bestand statt aus einer Erinnerung.

LaufzeitPreisanpassungVerlängerung

Rabatt- und Sonderpreisfreigaben

Reißt der Nachlass die Untergrenze, geht das Angebot mit Kalkulation und Vorgangshistorie an die zuständige Stufe – nicht an ein Postfach.

RabattstaffelUntergrenzeVier-Augen-Prinzip

Nachträge und Angebotsversionen

Version 2 entsteht aus Version 1 statt aus einer Kopie: eigene Nummer, sichtbare Differenz, Bezug auf den Ursprung.

VersionsstandNachtragDifferenz
Beispiel

Was die Kalkulation zeigt, bevor das Angebot rausgeht

Ein Angebot aus dem Baukasten, gerechnet mit hinterlegten Kostensätzen. Der Nachlass von 7 Prozent liegt laut Staffel bei der Vertriebsleitung – die Marge sagt etwas anderes.

Kalkulationsblatt · Angebot A-2026-0412 Kundengruppe B · Beträge netto in € · Marge = Deckungsbeitrag
PositionMengeEinzelSummeMarge
B-114Grundmodul Steuerung 1 Stk2.480,002.480,0027,8 %
B-207Sensorik je Zone 6 Stk340,002.040,0037,1 %
M-031Montage vor Ort 18 Std89,001.602,0030,3 %
S-002Einweisung, Übergabe 1 psch480,00480,0035,4 %
freiAnfahrt, Sonderregelungkein Kostensatz 1 psch240,00240,000,0 %
Zwischensumme6.842,0030,7 %
Nachlass 7,0 %−478,94
Angebotssumme6.363,0625,5 %

Rabattstaffel, Kundengruppe B

  1. bis 4,0 %läuft durch
  2. 4,1 bis 8,0 %dieses Angebot: 7,0 %Vertriebsleitung
  3. über 8,0 %Geschäftsführung

Margenband nach Nachlass

25,5 %Untergrenze 27,0 % – gerissen um 1,5 Punkte

15 %35 %
  • nach Nachlass 25,5 %
  • Untergrenze 27,0 %
  • vor Nachlass 30,7 %

Untergrenze gerissen. Die Staffel sieht bei 7,0 % die Vertriebsleitung vor, die Marge nicht: Das Angebot geht mit Kalkulation und Pflichtbegründung an die Geschäftsführung.

Nicht der Rabattsatz entscheidet, sondern was nach ihm übrig bleibt: Bei diesem Positionsmix kosten 7,0 % Nachlass mehr Deckungsbeitrag, als die Untergrenze hergibt – auf reine Montagestunden wäre derselbe Satz unkritisch.

Die frei erfasste Position rechnet die Kalkulation mit null Deckungsbeitrag, solange kein Kostensatz hinterlegt ist. Das ist die vorsichtige Annahme, nicht die richtige – deshalb steht sie zur Prüfung.

Ablauf

Vom Vorgang zum freigegebenen Angebot

  • Vorgang übernehmen

    Der Workflow startet ab einer definierten CRM-Phase oder per Schaltfläche. Kunde, Anschrift, Kundengruppe und die dazu gültige Preisliste kommen aus dem Datensatz, nicht aus der Erinnerung.

  • Positionen aus dem Baukasten setzen

    Jeder Baustein bringt Text, Einheit, Verkaufspreis und Kostensatz mit. Frei erfasste Zeilen bleiben erlaubt – sie werden markiert und mit null Deckungsbeitrag gerechnet.

  • Rechnen und gegen die Untergrenze prüfen

    Die Kalkulation bildet den Deckungsbeitrag je Position und für das ganze Angebot und vergleicht das Ergebnis nach Nachlass mit der Untergrenze der Kundengruppe.

  • Freigabe holen, wenn die Regel es verlangt

    Innerhalb der Leitplanken läuft das Angebot ohne Zwischenschritt weiter. Darüber geht es an die Stufe, die Ihre Staffel vorsieht – mit Kalkulation und Pflichtfeld für die Begründung.

  • Versenden und den Stand festhalten

    PDF oder Signaturlink gehen an den Kunden. Versandzeitpunkt, Version und freigegebene Marge landen im Vorgang, nach Ihrer Frist entsteht die Wiedervorlage.

Wirkung

Was sich im Alltag ändert

Heute

  • Das letzte ähnliche Angebot wird kopiert und überschrieben
  • Preise stammen aus drei Listen, eine davon ist veraltet
  • Nachlässe werden zugesagt, bevor jemand die Marge kennt
  • Freigaben stehen in Mail-Verläufen statt am Vorgang
  • Niemand weiß sicher, welche Fassung beim Kunden liegt

Mit Angebotsautomation

  • Das Angebot entsteht aus Baukasten und gültiger Preisliste
  • Preise kommen aus einer Quelle, mit Stand und Gültigkeit
  • Die Marge steht neben dem Nachlass, bevor er zugesagt wird
  • Die Freigabe hängt am Angebot, mit Begründung und Zeitpunkt
  • Version, Versandzeitpunkt und Stand stehen im Vorgang
Grenzen

Was eine Angebotsautomation nicht löst

Der Teil, den Software übernehmen kann, ist der kleinere. Diese vier Punkte klären wir vorher:

  • Ohne saubere Kalkulationsbasis rechnet die Automation nur schneller falsch. Einkaufspreise, Stundensätze und Zuschläge müssen gepflegt sein, sonst zeigt das Margenband eine Zahl, die niemand ernst nehmen darf. Wenn Ihre Kostensätze seit Jahren unverändert sind, ist das zuerst ein Kalkulationsthema.
  • Wenn jedes Angebot ein Unikat ist, lohnt sich der Baukasten nicht. Im Projektgeschäft mit freier Leistungsbeschreibung, ausgehandelter Haftung und individuellem Zahlungsplan steckt der Aufwand im Denken, nicht im Tippen. Dann bringt eine gute Vorlage mit gepflegten Textbausteinen mehr als dieser Workflow – und kostet einen Bruchteil.
  • Die Untergrenze ist eine Geschäftsentscheidung, keine Formel. Wir hinterlegen sie je Kundengruppe, Produktlinie oder Vertragsart, festlegen müssen Sie sie. Erfahrungsgemäß wird an diesem Punkt am längsten diskutiert – und hier zeigt sich, ob es bisher überhaupt eine gemeinsame Regel gab.
  • Der Marktpreis ist etwas anderes als die kalkulierte Untergrenze. Ein System, das jeden Nachlass darunter hart blockiert, verhindert auch Abschlüsse, die sich strategisch gelohnt hätten: Referenzkunde, Folgegeschäft, Auslastung in einem schwachen Monat. Wir bauen deshalb Sperren, die eine Freigabe verlangen, keine, die verbieten.
Systeme

Passt zu Ihrem CRM und Ihrer Preisliste

HubSpotSalesforcePipedriveDynamics 365Microsoft 365DocuSignAdobe Acrobat Signn8n
Leistungsumfang

Leistungsumfang und Preis

Der Einstiegspreis deckt einen Angebotstyp mit Baukasten, Kalkulation und einer Freigabestufe ab. Was den Preis bewegt, sagen wir vor dem Angebot.

ab 1.490 € einmalig
  • Anbindung an Ihr CRM oder Warenwirtschaftssystem als Datenquelle
  • Positionsbaukasten mit Text, Einheit, Preis und Kostensatz
  • Eine Angebotsvorlage in Ihrem Erscheinungsbild, als PDF
  • Kalkulation mit Deckungsbeitrag je Position und für das Angebot
  • Rabattstaffel mit Untergrenze und einer Freigabestufe
  • Versand, Rückschreiben in den Vorgang und Wiedervorlage
  • Dokumentation, Einweisung und 30 Tage Support

Was den Preis erhöht

  • Mehrere Preislisten nach Kundengruppe, Region oder Vertragsart
  • Mehrstufige Freigaben mit Vertretung und Eskalation
  • Mischkalkulation aus Material, Stunden und Fremdleistung
  • E-Signatur mit Überwachung des Rücklaufs
  • Angebotsversionen, Nachträge und Übergabe an die Auftragsanlage

Mehrere Preislisten, mehrstufige Freigaben und die Übergabe des angenommenen Angebots in die Auftragsanlage liegen erfahrungsgemäß im Bereich unseres Pakets Workflow Advanced ab 2.490 €. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach dem Erstgespräch.

Alle Preise zzgl. MwSt. · Betrieb und Weiterentwicklung optional per Abo-Paket

Im Lieferumfang

Was Sie erhalten

  • Produktive Angebotsstrecke

    Vom Vorgang bis zum versendeten PDF eingerichtet und an echten Fällen abgenommen

  • Gepflegter Positionsbaukasten

    Bausteine mit Text, Einheit, Preis und Kostensatz – von Ihrem Team ohne uns änderbar

  • Dokumentierte Rabatt- und Freigaberegeln

    Staffel, Untergrenze und Zuständigkeit schriftlich, mit durchgerechneten Beispielen

  • Einweisung für Vertrieb und Backoffice

    Wie freie Positionen erfasst werden und was bei einer abgelehnten Freigabe passiert

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zur Angebotserstellung

In den meisten Fällen ja. Wir übernehmen Ihr Layout und ersetzen nur die variablen Stellen durch Felder: Kopf, Positionstabelle, Summenblock, Textbausteine. Neu bauen müssen wir Vorlagen, in denen die Positionstabelle ein eingefügtes Bild ist oder mit Leerzeichen ausgerichtet wurde. Ob Ihre trägt, sehen wir am Dokument in wenigen Minuten.
Aus der Quelle, die bei Ihnen führend ist: Artikelstamm im Warenwirtschaftssystem, Preisliste im CRM oder eine gepflegte Tabelle. Wir lesen sie mit Gültigkeitsdatum, damit nachvollziehbar bleibt, mit welchem Stand gerechnet wurde. Mehrere Listen nach Kundengruppe sind möglich; entscheidend ist, dass für jede Position eindeutig ist, welche gilt.
Das Angebot wird trotzdem fertig gerechnet und bleibt versandbereit, es lässt sich nur nicht ohne Freigabe verschicken. Die zuständige Person bekommt die Kalkulation, die Vorgangshistorie und ein Pflichtfeld für die Begründung. Freigabe, Begründung und Zeitpunkt hängen danach am Angebot statt in einem Postfach.
Ja, sofern ein Einkaufspreis oder Kostensatz hinterlegt ist. Positionen ohne Kalkulationsbasis – typischerweise frei erfasste Zeilen – rechnen wir bewusst mit null Deckungsbeitrag und markieren sie zur Prüfung. Sonst sieht ein Angebot rentabler aus, als es ist, und dieser Fehler fällt erst nach dem Auftrag auf.
Ja. Gängige Signaturdienste lassen sich anbinden, der Rücklauf aktualisiert den Vorgang automatisch. Ohne Signatur versendet der Workflow ein PDF und überwacht, ob innerhalb Ihrer Frist eine Reaktion kommt. Beides lässt sich später tauschen, ohne die Kalkulation anzufassen.
Zwei bis drei Wochen sind realistisch, wenn Preisliste und Vorlage vorhanden sind und ein Angebotstyp den Anfang macht. Der längste Teil ist selten die Technik, sondern die Einigung darüber, wer welchen Nachlass geben darf. Den zweiten Angebotstyp nehmen wir erst nach einigen Wochen Praxis dazu.

Wissen Sie, was ein Nachlass Sie kostet?

Im kostenlosen Erstgespräch nehmen wir drei echte Angebote der letzten Wochen und rechnen nach, wo die Marge lag und welche Nachlässe heute ohne Freigabe hinausgehen. Danach wissen Sie, ob zuerst die Kalkulation dran ist oder gleich die Automatisierung.

Kostenloses Erstgespräch
Praxisleitfaden

Wo automatisierte Angebotserstellung im Alltag wirklich wirkt

CRM-Daten, Preislogik, Textbausteine und Freigaben werden zu einem kontrollierten Weg vom Deal bis zum versendeten Angebot verbunden.

Drei typische Einsatzfelder – konkret genug, um den eigenen Prozess dagegen zu halten.
01

Standardangebote beschleunigen

Kundendaten, Positionen und freigegebene Texte füllen automatisch die passende Vorlage.

02

Rabatte kontrollieren

Abweichungen von Preisleitplanken gehen mit Deal-Kontext an die richtige Freigabestufe.

03

Nachverfolgung anschließen

Versand, Öffnung und Signatur aktualisieren Deal-Status und nächste Vertriebsaufgabe.

Ein guter Fit, wenn …

Leads, Termine, Nachrichten oder Aufträge folgen wiederkehrenden Regeln und sollen ohne Medienbruch im CRM sichtbar werden.

  • Sie bearbeiten regelmäßig angebote nach wiederkehrenden Regeln.
  • Eingang, Zielsystem und fachlich verantwortliche Rolle lassen sich eindeutig benennen.
  • Ausnahmen dürfen sichtbar bleiben und gezielt an Menschen gehen.
Transparente Potenzialrechnung

Zeitgewinn mit eigenen Annahmen einschätzen

Der Rechner nutzt 28 Minuten heute und 7 Minuten nach Automatisierung als veränderungsfeste Beispielannahme. Er ersetzt keine Prozessanalyse.

Orientierungswert auf Basis der sichtbaren Annahmen – keine Garantie.

49Stunden pro Monat
588Stunden pro Jahr
Nach dem Go-live messen wir zusätzlich Reaktionszeit Durchlaufquote manuelle Kontakte
Häufige Fragen

Was Entscheider vor dem Start wissen sollten

Wie läuft automatisierte Angebotserstellung in der Praxis ab?
Eine Verkaufschance erreicht die Angebotsphase oder ein Vertriebsmitarbeiter startet den Entwurf. Danach prüft der Workflow die benötigten Daten, führt die freigegebenen Schritte aus und übergibt Ausnahmen mit Kontext an die zuständige Person.
Welche Systeme lassen sich anbinden?
Typische Integrationen sind HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Microsoft 365, DocuSign. Entscheidend ist nicht ein bestimmtes Tool, sondern eine stabile Schnittstelle und eine eindeutig definierte Datenverantwortung.
Welche Aufgaben bleiben bewusst beim Team?
Sonderkonditionen, ungewöhnliche Haftung, individuelle Verhandlung und unvollständige CRM-Daten benötigen eine dokumentierte Freigabe.
Wie wird die Automation eingeführt?
Wir bilden den aktuellen Kundenweg ab, definieren Trigger und Abbruchregeln und testen die Automation mit einem kontrollierten Segment. Für einen klar begrenzten ersten Prozess sind typischerweise 2–4 Wochen realistisch; Umfang, Schnittstellen und Freigaben bestimmen den tatsächlichen Projektplan.
Wie lässt sich der Nutzen messen?
Vor dem Start erfassen wir Volumen und heutige Bearbeitungszeit. Nach dem Go-live vergleichen wir zusätzlich Reaktionszeit, Durchlaufquote, manuelle Kontakte. Der Rechner auf dieser Seite liefert nur einen transparenten Orientierungswert.
Inhaltlich überarbeitet am 26. Juli 2026 Über Lyron AI