Bestellanforderungen und Freigaben automatisieren
Jede Anforderung kommt vollständig herein – mit Kostenstelle, Wunschtermin und Angebot. Wer unterschreiben muss, ergibt sich aus Betrag und Kategorie und nicht aus einer PDF im Intranet. Entschieden wird in Teams oder per E-Mail, protokolliert wird automatisch.
Die Unterschriftenregelung steht auf Papier, nicht im Prozess
Eine Bestellung beginnt selten mit einer Bestellung. Sie beginnt mit einem Satz im Vorbeigehen: „Wir brauchen wieder Kartuschen.“ Daraus wird eine E-Mail, daraus eine Rückfrage nach der Kostenstelle, daraus die Bitte um ein Angebot. Das Auslösen der Bestellung dauert am Ende Minuten – das Zusammentragen der Angaben zieht sich über Tage.
Die eigentliche Schwierigkeit liegt aber nicht im Formular, sondern in der Frage, wer unterschreiben muss. Fast jedes Unternehmen hat dafür eine Regelung, und fast jede lässt genau die Fragen offen, die im Alltag entscheiden: netto oder brutto, Einzelposition oder ganzer Vorgang, beim Abonnement der Monatsbetrag oder die Laufzeit? Ab wann darf die Vertretung entscheiden, wer darf den eigenen Bedarf freigeben? Auf Papier kann das offenbleiben, weil ein Mensch es im Zweifel richtig auslegt. Ein Workflow muss sich festlegen.
Der aufwendigste Teil dieses Projekts ist deshalb kein technischer. Wir schreiben Ihre Wertgrenzen mit Einkauf, Buchhaltung und Geschäftsführung so auf, dass eine Maschine sie ausführen kann – samt der Stellen, an denen sich die heutige Regelung selbst widerspricht. Was danach entsteht, ist der einfachere Teil: ein Formular je Kategorie, eine Staffel, ein Zielsystem.
Welche Bedarfe sich lohnen
Wir starten mit der Kategorie, die am häufigsten vorkommt und die einfachste Freigabe hat. Weitere Kategorien nutzen später dieselbe Staffel, nur mit anderen Pflichtfeldern.
Verbrauchsmaterial und Kleinbedarf
Der häufigste Einstieg: viele kleine Vorgänge, feste Kostenstelle, eine Unterschrift. Die Entlastung entsteht durch Menge, nicht durch Komplexität.
Software und Abonnements
Der Monatsbetrag liegt unter jeder Wertgrenze, der Wert über die Laufzeit selten. Hier zeigt sich, ob eine Regelung sauber gedacht ist.
Material für Aufträge und Baustellen
Mit Projektnummer statt Kostenstelle, mit Liefertermin und einer Adresse, die nicht der Firmensitz ist.
Ersatzteile und Reparaturen
Der Eilfall: Eine Maschine steht, die Freigabe kommt telefonisch. Der Workflow bildet den Eilweg ab und fordert die Bestätigung danach ein.
Investitionen und Anschaffungen
Mehrere Angebote, eine Begründung, zwei Unterschriften – ein Vorgang mit Anhängen statt einer E-Mail-Kette über Wochen.
Externe Leistungen
Beratung, Schulung, Zeitarbeit: Der Bedarf hat keine Artikelnummer, sondern einen Stundensatz und einen Rahmenvertrag.
Ein Blick in die Wertgrenzen-Staffel
So sieht eine Unterschriftenregelung aus, wenn ein Workflow sie ausführen soll: links der Betrag, rechts die Zuständigen – mit Vertretung und der Stelle, ab der zwei Unterschriften nötig sind.
| Bestellwert netto | Freigabe | Vertretung | Regel |
|---|---|---|---|
| bis 250 € | Teamleitung | Stellv. Teamleitungnach 24 Stunden | eine Unterschrift |
| 250 – 1.000 € | Abteilungsleitung | Teamleitungnach 24 Stunden | eine Unterschrift |
| 1.000 – 5.000 € | AbteilungsleitungdanachEinkauf | nur im EinkaufStellv. Einkauf, nach 24 Stunden | zwei Unterschriften |
| 5.000 – 25.000 € | Kaufm. LeitungdanachGeschäftsführung | keine Vertretungpersönlich zu entscheiden | zwei Unterschriften |
| über 25.000 € | Investitionsantrag | keine VertretungBeschluss der Gesellschafter | verlässt den Workflow |
- Zwei Unterschriften laufen nacheinander. Die zweite Anfrage startet erst nach der ersten Freigabe – sonst entscheiden beide, ohne voneinander zu wissen.
- Die Vertretung greift zeitgesteuert, nicht auf Zuruf: nach 24 Stunden ohne Entscheidung und nur bei eingetragener Abwesenheit.
- Selbstfreigabe ist ausgeschlossen. Fallen Anforderer und Freigeber zusammen, steigt der Vorgang eine Stufe auf.
Entscheidend ist die dritte Zeile: Ab 1.000 € unterschreibt zusätzlich der Einkauf – und zwar danach, nicht gleichzeitig. Diese Reihenfolge steht in kaum einer Richtlinie und wird trotzdem überall so gelebt.
Die Beträge sind ein Beispiel. Im Workshop tragen wir Ihre echten Grenzen ein und klären die Fälle, die Ihre Regelung heute offenlässt.
Vom gemeldeten Bedarf zur Bestellung
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Bedarf melden
Ein Formular in Teams, SharePoint oder im Browser fragt je Kategorie andere Pflichtangaben ab. Kostenstelle und Vorgesetzte kommen aus dem Personalverzeichnis, das Angebot ist ab einem festgelegten Betrag Pflichtanhang.
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Vorgang bewerten
Der Nettowert wird berechnet – bei Abonnements über die Laufzeit, nicht je Monat. Kostenstelle und Budgetstand werden geprüft, ähnliche Anforderungen der letzten Tage erscheinen als Hinweis.
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Freigabeweg bestimmen
Betrag, Kategorie und Kostenstelle ergeben die Stufen aus Ihrer Staffel. Ist der Anforderer selbst zuständig, steigt der Vorgang eine Stufe auf.
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Entscheidung einholen
Die zuständige Person bekommt alle Angaben und Anhänge in einer Karte in Teams oder in einer E-Mail: zustimmen, ablehnen mit Grund oder zurückgeben. Nach Fristablauf erinnert der Workflow und zieht die Vertretung hinzu.
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An den Einkauf übergeben
Der freigegebene Vorgang geht als Bestellanforderung ins ERP, in die Bestellliste oder als geprüftes PDF an den Einkauf. Die Nummer läuft zurück, das Protokoll bleibt am Vorgang.
Was sich im Alltag ändert
Heute
- Der Bedarf kommt per Zuruf, Chat oder E-Mail herein
- Der Einkauf fragt Kostenstelle und Angebot hinterher
- Wer freigeben darf, steht in einer PDF im Intranet
- Zusagen liegen verstreut in einzelnen Postfächern
- Ob das Budget noch trägt, zeigt sich zum Monatsende
Mit Freigabe-Workflow
- Jede Anforderung kommt strukturiert und vollständig
- Pflichtangaben je Kategorie werden vorher erzwungen
- Der Freigabeweg folgt aus Betrag und Kategorie
- Entscheidung, Grund und Zeitpunkt hängen am Vorgang
- Der Budgetstand steht im Formular, vor der Freigabe
Was ein Freigabe-Workflow nicht leistet
Freigaben zu automatisieren ist schnell gesagt. Diese vier Punkte klären wir vor dem Angebot:
- Bei kleinen Mengen lohnt es sich nicht. Wer im Monat eine Handvoll Bestellungen auslöst und mit dem Freigeber im selben Büro sitzt, gewinnt durch ein Formular nichts – der Zuruf ist schneller. Das Produkt trägt sich erst, wenn mehrere Kostenstellen, Standorte oder Freigabestufen im Spiel sind. Wenn wir den Fall nicht sehen, sagen wir das im Erstgespräch.
- Der Workflow prüft Zuständigkeit, nicht Wirtschaftlichkeit. Er weiß, wer unterschreiben muss, aber nicht, ob der Bedarf sinnvoll und der Preis angemessen ist. Wer heute zu teuer einkauft, kauft danach genauso teuer ein – nur schneller und lückenlos dokumentiert.
- Der Budgetstand ist nur so gut wie das führende System. Viele ERP-Systeme führen kein Obligo, kennen also den Unterschied zwischen bestellt und gebucht nicht. Dann zeigt das Formular eine Orientierung an und keine verbindliche Budgetprüfung – und beschriftet sie auch so.
- Wertgrenzen lassen sich umgehen. Drei Anforderungen zu je 900 € bleiben unter derselben Grenze, die eine über 2.700 € reißen würde. Solche Muster markieren wir, aber ob es Absicht oder Zufall war, entscheidet ein Mensch. Wer Regeln bewusst umgeht, tut das auch mit Workflow – das ist eine Führungsfrage.
Passt zu Ihrer Systemlandschaft
Leistungsumfang und Preis
Der Einstiegspreis deckt zwei Kategorien mit Ihrer Wertgrenzen-Staffel und einem Zielsystem ab. Was den Preis bewegt, sagen wir vor dem Angebot.
- Anforderungsformular mit Pflichtfeldern für zwei Kategorien
- Ihre Wertgrenzen-Staffel mit bis zu drei Freigabestufen
- Vertretungsregel mit Frist, Erinnerung und Eskalation
- Freigabe in Microsoft Teams oder per E-Mail, auch mobil
- Prüfprotokoll je Vorgang, als Datei exportierbar
- Übergabe an den Einkauf: ERP-Import, Liste oder PDF
- Dokumentation, Einweisung und 30 Tage Support
Was den Preis erhöht
- Mehr als zwei Kategorien mit eigenen Pflichtfeldern
- Eigene Freigabewege je Gesellschaft, Standort oder Projekt
- Schreibender ERP-Zugriff statt Import-Datei
- Budget- und Obligoprüfung in Echtzeit
- Rahmenverträge und Lieferantenkataloge mit Preisabruf
Mehrere Gesellschaften mit eigenen Freigabewegen und schreibendem ERP-Zugriff liegen erfahrungsgemäß im Bereich unseres Pakets Workflow Advanced ab 2.490 €. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach dem Erstgespräch.
Alle Preise zzgl. MwSt. · Betrieb und Weiterentwicklung optional per Abo-Paket
Was Sie erhalten
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Ausführbare Unterschriftenregelung
Ihre Wertgrenzen, Vertretungen und Ausnahmen als abgestimmtes Regelwerk – dokumentiert und später änderbar
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Produktiver Anforderungs- und Freigabeweg
Vom Formular bis zur Übergabe an den Einkauf, mit echten Vorgängen abgenommen
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Prüfprotokoll je Vorgang
Wer wann auf welcher Datenlage entschieden hat, als Export für Revision und Prüfung
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Einweisung für beide Seiten
Ein Termin für die Anforderer, einer für die Freigebenden – inklusive Abwesenheit und Eilfall
Häufige Fragen zu Bestellanforderungen
Diese Lösungen passen dazu
Genehmigungsprozesse automatisieren
Dieselbe Freigabelogik für alles andere: Urlaub, Verträge, Ausnahmen.
Eingangsrechnungen automatisieren
Der Schritt danach: Die Rechnung wird gegen die freigegebene Anforderung geprüft.
Reisekosten und Spesen automatisieren
Wertgrenzen und Vertretung nach demselben Muster, nur für Auslagen der Beschäftigten.
Vertragsmanagement automatisieren
Für Abonnements und Rahmenverträge: Fristen und Verlängerungen im Blick behalten.
Wissen bei Ihnen alle, wer ab welchem Betrag unterschreibt?
Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir Ihre Wertgrenzen durch und schauen, welche Fälle Ihre heutige Regelung offenlässt. Danach wissen Sie, ob sich ein Workflow bei Ihrem Bestellvolumen rechnet.
Kostenloses ErstgesprächWo automatische Bestellanforderungen im Alltag wirklich wirkt
Der Workflow führt Antragsteller durch Pflichtangaben, prüft Kostenstelle und Grenzwerte, holt Freigaben ein und übergibt einen vollständigen Vorgang an Einkauf oder ERP.
Drei typische Einsatzfelder – konkret genug, um den eigenen Prozess dagegen zu halten.Büromaterial anfordern
Standardartikel und Kostenstelle laufen mit einfachen Grenzwerten durch den Prozess.
Software beschaffen
Lizenzbedarf, Laufzeit, Datenschutz- und IT-Prüfung werden rechtzeitig eingebunden.
Investitionen vorbereiten
Angebote, Begründung und mehrstufige Freigabe bleiben in einem Vorgang.
Ein guter Fit, wenn …
Wiederkehrende Büroaufgaben folgen klaren Regeln, kosten täglich kleine Zeitblöcke und sollen ohne Systemwechsel zuverlässig erledigt werden.
- Sie bearbeiten regelmäßig bestellanforderungen nach wiederkehrenden Regeln.
- Eingang, Zielsystem und fachlich verantwortliche Rolle lassen sich eindeutig benennen.
- Ausnahmen dürfen sichtbar bleiben und gezielt an Menschen gehen.
Bewusste Grenze der Automation
Lieferantenauswahl, Vertragsprüfung, Vergaberegeln und ungewöhnliche oder risikoreiche Beschaffungen bleiben beim Einkauf und den zuständigen Fachrollen.
Technischen Ansatz und Plattformen ansehenZeitgewinn mit eigenen Annahmen einschätzen
Der Rechner nutzt 18 Minuten heute und 6 Minuten nach Automatisierung als veränderungsfeste Beispielannahme. Er ersetzt keine Prozessanalyse.
Orientierungswert auf Basis der sichtbaren Annahmen – keine Garantie.
